Die Hobby- Stifte Werkstatt
Die Hobby- Stifte Werkstatt

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Osterholzer Anzeiger vom 28.10.2017

Buten & Binnen vom 23.02.2016

Uwe Hilscher & Jörg Haut

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WESER-KURIER / DIE NORDDEUTSCHE

VOM 22.01.2016

Jörg Haut und Uwe Hilscher fertigen in einem Schwaneweder Keller Schreibgeräte aus Holz
 
 
 

 

Stifte von der Drechselbank

 22.01.2016 

Uwe Hilscher wirft die Maschine an. An der Drechselbank beginnen zwei kleine Kanthölzer auf einer Metallstange zu rotieren. Hilscher setzt das Drechselmesser an. Späne fliegen, als die scharfe Spitze das Holz berührt. Ecken und Kanten verwandeln sich in Rundungen, sperrige Klotz- in Zylinderformen.

Schreibgeräte Holz Uwe Hilscher Jörg Haut Schwanewede gke © Gabriela Keller
Vom Rohling zum fertigen Kuli oder Füller: Aus Kanthölzern fertigen Uwe Hilscher und Jörg Haut ihre Schreibgeräte. GKE· (Gabriela Keller)
 
Im Kellerraum eines Einfamilienhauses in Schwanewede werkelt Hilscher an diesem Nachmittag zusammen mit Jörg Haut. Ein Schild am Eingang verrät, was hinter der Tür entsteht: Stifte-Werkstatt ist da zu lesen. Die beiden Männer fertigen Schreibgeräte: Kugelschreiber, Füllfederhalter und Tintenroller, alles ist aus Holz gedrechselt. Auf den Regalen in der Werkstatt liegen die Rohlinge griffbereit: längere und kürzere Kanthölzer aus verschiedensten Hölzern. Ob heimische Buche oder Nussbaum, karelische Maserbirke, Ebenholz, Rosenholz, uralte Mooreiche oder exotische Hölzer wie Bubinga aus Afrika und Cocobolo aus Mittelamerika – es gibt kaum ein Holz, das Uwe Hilscher und Jörg Haut nicht ausprobieren.
 
Schreibgeräte Holz Uwe Hilscher Jörg Haut Schwanewede gke © Gabriela Keller

Jörg Haut fügt eine Hülse für die Schreibmine in den Rohling. GKE(Gabriela Keller)

 

In einem Raum gegenüber der Werkstatt lagern Äste von Obstbäumen neben Holzbohlen und 300 Jahre alten Blöcken aus Eiche. „Das sind Überreste von Renovierungsarbeiten auf Schloss Schönebeck“, erzählt Hilscher. „Wir drehen alles ab“, lautet das Motto der beiden Handwerker. Dafür zerlegen sie sogar Möbelstücke wie den Teakschrank, den ein Bekannter ihnen überließ. „Der rennt jetzt mit zwei Kulis herum und erzählt jedem stolz: Das war mal mein Schrank“, berichtet Hilscher.

Die Idee, Stifte aus Holz herzustellen, hatte sein Kompagnon Jörg Haut. Der gelernte Bootsbauer werkelt seit der Frührente 1996 im Keller seines Wohnhauses. Möbel hat er hier schon gebaut, sogar ein Fahrrad aus Holz. Im August 2014 drechselte er in der Werkstatt seinen ersten Kugelschreiber. „Mit Steckminen-Kulis fing ich damals an. Die kamen im Freundeskreis und auf Ausstellungen gut an“, erinnert sich der 50-Jährige.

Uwe Hilscher stieg kurze Zeit später in die Stifte-Werkstatt ein. „Wir kennen uns schon seit 23 Jahren, haben früher auch schon mal gemeinsam ein Kanu gebaut“, erzählt Hilscher. Der Blumenthaler hat einst den Beruf des Schiffbauers gelernt und ausgeübt. Derzeit sattelt er um, absolviert gerade eine Ausbildung zur Verwaltungskraft im Gesundheitswesen.

Schreibgeräte Holz Uwe Hilscher Jörg Haut Schwanewede gke © Gabriela Keller
Uwe Hilscher bearbeitet Rohlinge an der Drechselbank. GKE (Gabriela Keller)
 

In seiner Freizeit stellt er zusammen mit Haut Stifte her. Am Anfang hätten sie ganz schön tüfteln müssen, erzählen die beiden. „Allein ein Jahr haben wir gebraucht, um ein geeignetes Lackierverfahren für die Kugelschreiber zu finden.“ Wachs, Schellack, Kunststoff- und Autopolitur – alles probierten sie aus.

Das Ergebnis überzeugte sie nicht. „Jetzt arbeiten wir mit einem speziellen Lack, der abriebfest, schmier- und UV-beständig ist.“ Die Füllfederhalter werden nicht lackiert. Sie bekommen mit Hartöl den letzten Schliff. Bis ein Schreibgerät den ersten Buchstaben auf das Papier setzen kann, nimmt das Holz einen langen Weg. Mindestens zehn Arbeitsschritte vom Zusägen der Rohlinge über das Drechseln bis zum Lackieren und Zusammenfügen der Teile sind nötig, bis aus zwei Holzteilen ein Kugelschreiber oder ein Füller wird, Zu ihren Schreibgeräten liefern Hilscher und Haut auch das passende Zubehör: Stifteboxen aus aufgearbeiteten alten Zigarrenkisten und selbst gefertigte Holzablagen.

Auf Kunsthandwerker-Märkten und im Internet (www.stiftewerkstatt.com) verkaufen sie ihre handgefertigten Stifte. Auch über den einen oder anderen Schreibwarenladen vertreiben sie ihre kleinen Kunstwerke. Lehrer und „Menschen, die viel schreiben“, würden ihre Kulis und Füller aus Holz gerne zur Hand nehmen, wissen Haut und Hilscher. „Der Renner sind unsere Stifte aus Mooreiche.“

Auch die Stiftemacher haben ihre Favoriten. Haut bevorzugt Ebenholz, Hilscher schwärmt für Veilchenholz. „Die Maserung ist sehr schön, und wenn man das Holz an der Drechselbank abdreht, duftet es intensiv nach Veilchen.“ Wer sogar beim Schreiben den Holzgeruch schnuppern möchte, dem rät Jörg Haut zum Kuli oder Füller aus Thuja. „Da duftet das Holz noch in der Hand.“

 
Schreibgeräte Holz Uwe Hilscher Jörg Haut Schwanewede gke © Gabriela Keller
 
Aus eckig wird rund: Mit einem Drechselmesser werden die Rohlinge an der Drechselbank in Form gebracht. GKE (Gabriela Keller)
 
 

Bau des Ausstellungskoffers 2018

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